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Panarotta

Nur 15 km von Levico Terme entfernt, verfügt der Hausberg Panarotta über 18 Km Pisten einfachen und mittleren Schwierigkeitsgrades und erweiβt sich dadurch als ideales und ruhiges Urlaubsziel für Familien mit Kindern. Die sehr gute Schneedecke in diesem Jahr stellt einen hoffnungsvollen Anfang der Skisaison dar. Sehr interessante sind die für Anfänger zugeschnittenen Angebote, denen breite und leicht steigende spezielle Anfängerpisten zur Verfügung stehen.

Erfahrenere können sich hingegen gerne mit langen Abfahrtsstrecken auseinandersetzen, die durch Fichten- und Lärchenwälder führen. Das Gesamtangebot des Ferienortes wird schliesslich durch folgende Dienstleistungen ergänzt: Skischule, Ski- und Skischuhverleih, Erste Hilfe, Skihütte, Kinderunterhaltung, Self Service-Restaurants mit lokaler Küche.

Auf der Panarotta organisiert die Skischule Skiwanderungen auf Anfrage. Zahlreich sind die angebotenen Strecken und die Teilnehmerzahl variiert von 4 bis 8 Leute (Informationen dazu unter der Telefonnummer +39 347 5044450). Dazu stehen Scheeschuhwanderungen („ciaspole“ ist der lokale Ausdruck für „Schneeschuhe“) jeden Samstag vom 27. Dezember bis zum 6. März im Programm. Mit dem Einzelskipass können Sie in der Skiarea Valsugana sowohl auf den Pisten der Panarotta 2002 und denen des Marande Brocon skifahren sowie auch im Eistadion in Pinè schlittschuhfahren.

 
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Vezzena Hochebene

Die Vezzena Hochebene ist ein richtiges Paradies für Langlauffreaks. Dank der benachbarten Hochebenen Folgaria, Lavarone und Luserna können Dutzende von Kilometern inmitten wunderschöner an Almwiesen und -hütten besonders reichen Landschaften langgelaufen werden. Die Umgebung ist natürlich auch zum Ski- und Schneeschuhwandern ideal. Für Liebhaber der Geschichte gibt es hier zahlreiche Spuren aus dem Ersten Weltkrieg, u.a. Festungen und Schützengräben zu entdecken. Auf dem Vezzena-Pass kann die komplette Ausrüstung zum Langlaufen geliehen werden, während sich das Langlaufzentrum „Millegrobbe“ mit seiner Skischule in unmittelbarer Nähe befindet. Das Hotel „Vezzena“, wenige Schritte von den Pisten entfernt, gilt als idealer Startpunkt.

 
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LAGORAI

DIE LAGORAIKETTE

“Lagorai” heisst die Bergkette im ostlichen Trentino, die das Valsuganatal von dem Fleimstal trennt. Während man in anderen ja berühmteren Orten auf den Wanderwegen öfter Schlange stehen muss, ist es hier nun sogar möglich, mehrere Tage lang im Hochgebirge zu wandern, ohne jemandem zu begegnen. Ein Wanderwegenetz von insgesamt über 100 Kilometern im Hochgebirge, von denen ein groβer Teil aus den alten schmalen und unebenen Pfaden des Ersten Weltkriegs gewonnen wurde und die durch Wälder, an Almwiesen vorbei, durch in Felsblöcke gehauene Schützengräben und über Gebirgskämme führen: Bis zu 100 kleinen Bergseen liegen zerstreut in den vielen Süd- und Nordtälern.Der höchste Gipfel erreicht knapp 300 Meter Höhe, die Morphologie der Porphyrgipfeln bietet zwar weniger Gelegenheit zum Climben als die der Dolomitengebiete, doch dafür eine fast unendliche Zahl von Wanderungen in einer etwa 100 km langen Gebirgskette mit Dutzenden von Seitentälern, die von den breiten Nord- und Südhängen abzweigen.

 
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Als „DOLOMITEN” wird die bergige Region zwischen Eisacktal und Piavetal bezeichnet. DOLOMITEN werden üblicherweise in Westliche und Östliche Dolomiten untergliedert, wobei die entsprechende Grenze mit der Achse Gadertal/Cordevoletal übereinstimmt. Genauer sind die aus selbständigen Gebirgsgruppen gebildeten Dolomitengebiete wie folgt aufgeteilt: Pustertal im Norden und Nord-Osten, Comelico und Fluβ Piave im Osten und Süd-Osten, Wildbach Cordevole und Gadertal im Westen.

 Catinaccio

Der Dolomit ist ein Gestein meerischen Ursprungs, der durch Ablagerungen wirbelloser Organismen wie etwa Algen, Muscheln und Korallen entstanden ist. Die einzigartige Struktur der Dolomiten wird gerade durch die Zusammensetzung des Dolomits bestimmt, der ein Calcium-Magnesium-Carbonat ist. Seinen Namen verdankt er dem französischen Geologen Déodat de Gratet Marquis de Dolomieu (1750-1801), der ihn 1789 (laut anderen Quellen erst 1791) während seiner Reise nach Südtirol/Etschtal als erster entdeckte. Erforscht wurde dieses Gestein von Thèodore de Saussure, Sohn des berühmten Genfer Wissenschaftlers Horace Bénédict de Saussure (1740-1799), der die erste Besteigung des Monte Bianco förderte. Zu Ehren dieses Wissenschaftlers schlug Dolomieu den Namen „Saussurit“ als Bezeichnung vor, der sich aber nicht durchsetzte. Später wurde das Gestein also „Dolomit“ genannt und zwar zur Erinnerung an Dolomieu.

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 Le Tre Cime di Lavaredo

Die Drei Zinnen von Lavaredo

Der ladinische Dolomit (236-231 Mio. Jahre alt) bildet die imposanten Strukturen eines Groβteils der Westlichen Dolomiten. Der Hauptdolomit (223-215 Mio. Jahre alt) hingegen bildet die imposanten Strukturen eines Groβteils der Östlichen Dolomiten. Talsohlen im Dolomitengebiet sind fast immer ausgedehnt und von dichtem Grün bedeckt; Päβe sind breit und wilde Wände steigen in unmittelbarer Nähe empor und zwar direkt aus mit Blumen bedeckten Wiesen. Steinerne Horizonte werden durch Tausende verkrümmte Strukturen gezackt: Immer wieder sind hier Türme, Spitzen, Nadeln, Kämme und Gipfel zu erblicken.

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 Marmolada

Nadelwälder haben schon immer einen bedeutenden Reichtum für das Dolomitengebiet dargestellt. Heutzutage steigt die Anzahl der Waldoberflächen, was durch das Aufgeben des Weidens und anderer landwirtschaftlichen Aktivitäten möglich wurde, das als Folge der starken Landflucht in die Industriezentren und der Verlegung der Arbeitskraft in die viel lukrativeren Handwerks- und Tourismusaktivitäten anzusehen ist.

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Die Erdpyramiden von Segonzano

Lokal auch als „Omeni de Segonzan“ („Männer von Segonzano“) bezeichnet, sind die Erdpyramiden schon von der Cembratalstrasse aus und zwar von der Brücke über den Bach Regnana zu sehen und sind heute durch einen Lehrpfad leicht zugänglich, der vom Fremdenverkehrsamt Cembratal in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Segonzano angelegt wurde, um dieses Denkmal der Natur aufzuwerten. Die im kleinen „Naturpark“ zur Panoramadarstellung der Erdpyramidentour dienende Tafel sowie die den ganzen Pfad entlang verteilten Lehrtafeln laden die Touristen zur Kenntnisnahme des Phänomens auch in geologischer Hinsicht ein. Die Moränenablagerungen, aus denen Erdpyramiden entstehen, sind kompakt und zugleich leicht erodierbar durch Niederschläge, die sie einkerben und die Entstehung von Wasserscheiden, Furchen, Spalten verursachen. Erst wenn ein Felsblock von bedeutender Grösse die Aktion des Wassers begrenzt, ist die darunterliegende Moränensäule vor der Zerbröckelung gerettet und nimmt die schöne Form einer von einem „Hut“ bedeckten Pyramide an. Eine der Lehrtafeln erinnert daran, dass Überschwemmungen und Erdbeben die prekäre geologische Lage des Ortes quälten und den frühzeitigen Zerfall einiger Graten verursachten. Die Entstehungszeit der Erdpyramiden ist in geologischer Hinsicht kurz und voraussichtlich werden sie etwa 100 Jahre überstehen. Wenn der Felsblock die Basis der Säule vor den Niederschlägen schützt, kann die Pyramide zwar lange erhalten bleiben, aber schliesslich ist sie auch dazu verurteilt, zuerst zu einer Säule und dann zu einer amorphen Ablagerung zu werden. Die Morphologie des kleinen Alpentales läβ dennoch annehmen, dass auch andere Moränenablagerungen demselben Erosionsprozess unterworfen sein werden und so werden neue und elegante Graten aus der unaufhörlichen Entwicklung der Erdoberfläche auch in der Zukunft entstehen. Der Besucher erreicht eine Reihe von Bildungen, die von eindrucksvollen Aussichtspunkten zu betrachten sind. Ihn beeindrucken bei jedem Schritt immer neue Perspektiven, sodass er kaum genug von einer solch faszinierenden Erkundung haben kann. Bei der zweiten Pyramidengruppe erweiβt sich das aus der Ferne zu sehende märchenhafte Schloβ aus Stein als fragiler Balkon über erstaunlichen Abhängen. TOUR: Am linken Hang des Cembratals und zwar bei Stedro sind ein Parkplatz und eine Lehrtafel bei der Brücke über den Bach Regnana zu finden. Der Pfad führt bis in mitten diesen Erosionsphänomens und endet bei der Picknickarea. Von hier aus steigt es schnell zur Fahrstrasse Stedro-Quaras, die links bis nach Stedro zu begehen ist. Von dort aus geht es hinunter bis zur Cembrastrasse und dabei zurück zum Parkplatz. Höhenlage: Brücke über den Bach Regnana 604 m, Strasse Stedro-Quaras 800 m; Höhenunterschied: 200 m; Gehzeit: während der Tour lohnt es sich, in Ruhe zu wandern, die empfohlenen Abstecher zu machen und Pausen bei den Aussichts- und Panoramapunkten einzunehmen. In einer Halbstunde erreicht man die erste Pyramidengruppe; die ganze Tour erfordert etwa 2 Stunden. Schwierigkeitsgrad: Es ist gefährlich, auf unmarkierten Wegen zu gehen, sich auf schmalen Kämmen hinauszulehnen oder sich unterhalb der Erdpyramiden aufzuhalten.

 

DER LEVICOSEE

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Der Levicosee mit seiner an einen Fjord erinnernden, ja unverwechselbaren verlängerten Silhouette kann sozusagen als „kleiner Bruder“ des Caldonazzosees angesehen werden und erweiβt sich jedes Jahr wieder als einer der saubersten Seen Italiens, sodaβ er der gröβte Stolz des Thermendorfes ist. In seinem smaragdgrünen Wasser spiegeln sich je nach Jahreszeit praktisch alle Regenbogenfarben wider. Und doch erst im Herbst, als die richtigen Flammen ähnelnden orangefarbigen Lärchenblätter an den Ufern anfangen, sogar feuerrot zu werden, bietet der See die schönsten Emotionen, die die Natur einem Menschen überhaupt bieten kann.

 
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Während der See im Sommer zum unumstrittenen Wasserparadies für Schwimmer und Wassersportler im allgemeinen (u.a. Kanu- , Boot- und Dragonboatfahrer, Segler, Windsurfer) wird, nimmt der See im Frühling und Herbst seine ursprüngliche Rolle als Angelsee an, in dem das lokal nun fast schon zur Religion gewordene Angeln von Hechten, Forellen und Barschen möglich ist.

 
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Tovelsee - Brentadolomitengruppe

Obwohl dieser See seine Färbung, die ihn zur einmaligen Sehenswürdigkeit in der Welt machte, inzwischen verloren hat, stellt er immer noch einen „Ort von verführerischer und unausstehlicher Anziehungskraft, mächtiger und prächtiger dichterischen Inspiration, einmaliger und geheimnisvoller Faszination“ dar. „In dieser prachtvollen Gegend im Trentino, wenn die Stille sich überall verbreitet, strebt der Mensch nach dem Besten und überwindet die eigene Zeit frei atmend und glücklich“ (Giuliana Andreotti, 1984). Die rote Färbung des Sees war einer zur Familie der Chlorophyceae gehörenden Einzelalge und zwar der sogenannten „Glenodinium sanguineum“ zuzuschreiben. Wegen der durch die hohe Temperatur in den Sommermonaten begünstigten raschen Verbreitung von Millionen von Organismen entstanden große Algenanhäufungen, die vom Wind getrieben dem süd-westlichen Seebecken zugeleitet wurden und dem See dabei eine tiefrote Färbung verliehen. Störungen des zarten hydrobiologischen Gleichgewichts, die mit dem übermaβigen Menschenauflauf an den Ufern verbunden waren, verursachten das Verschwinden des Phänomens, das heute nur noch auf den Bildern zu bewundern ist. Gerne würden wir dennoch den Optimismus derjenigen Forscher teilen, die auf das Wiedererscheinen der Alge hoffen, sobald die für ihre Entwicklung günstigen Bedingungen wiederhergestellt sein werden.

TOUR: Von Tuenno (645 m) im Nonstal aus wird das Toveltal befahren vorbei an interessanten Bergrutschfelsblöcken, bevor der ein wenig unterhalb des Sees gelegene Parkplatz erreicht wird. Am See ist 1986 ein vom Tridentinischen Naturwissenschaftsmuseum ausgestattetes Besucherzentrum eröffnet worden. Wegmarkierung zum Seerundgang vorhanden. Seeweg teilweise gesichert. Unbedeutender, mühelos in 1 Std zu bewältigender Höhenunterschied (Tovelsee 1178 m).

 

Die Geschichte des Trentiner Landes 

...fängt mit den ersten vorgeschichtlichen Fundstücken an, die auf die Zeit zwischen 9000 und 4500 Jahre v. Chr. datierbar sind. Die Geschichte des Trentiner Volkes nimmt erst nach dem Ansiedeln des Christientums in seinen Tälern richtig Gestalt an. Nicht einmal die Angehörigkeit zum Römischen Reich als Provinz hatte nämlich zur Entstehung einer klar umrissenen Identität geführt.Die neue Religion hatte zur Zeit des Bischofs Vigilius und der drei Märtyrer aus dem Nonstal, d.h. zwischen dem 4. und dem 5. Jahrhundert, Einzug erhalten. Die Herrschaft der Goten, Langobarden und Franken verlieh dem Trentino über eine Zeitspanne von ungefähr drei Jahrhunderten eine für die Zeit einmalige kulturelle Heterogenität. Die Umwandlung in „Marca Tridentina“ („Mark Trient“) im Jahr 774 zusammen mit der darauffolgenden Einverleibung in das Heilige Roemische Reich Deutscher Nation zur Zeit Kaisers Otto I. erlaubte dem Trentino, die notwendige Grundlage zur erst Anfang des Jahres 1000 tatsächlich erfolgten Gründung jener Institution, die seine Geschichte länger als 800 Jahre beeinflussen bzw. bestimmen würde: des Fürstenbistums.

1004 bzw 1027 erhielten Bischof Ulrich I. bzw. Ulrich II. vom Kaiser Heinrich II. bzw Konrad II. der Salier die mit der Ausübung der bischöflichen Macht verbundene Fürstenwürde, die die Herrschaft über ein von jeder anderen Macht unabhängiges Land mit sich brachte. Die Erlangung der zeitlichen Macht als Ergänzung zur geistlichen machte den Bischof von Trient zu einem Herrscher, dessen Charisma und politische Macht einmalig waren.

Einige Landbesitzer, die einen Adelstitel geerbt hatten, gaben zunächst vor, Anhänger der bischöflichen Macht zu sein, wobei sie die weltliche freie Institution der „Avvocazia“ („Hofhaltung”) über die geistliche Macht eigentlich nur zum Vorwand nahmen und sich doch bald darauf als Gegner der Bischöfe erwiesen. Nach einer besonders glänzenden Zeit unter Bischof Friedrich von Wangen (1207-1218) – an die die Errichtung des Doms von Trient erinnert -, waren die Jahre des späteren Mittelalters reich an schweren Verfolgungen gegen die Bischöfe und zwar durch die Grafen Mainhard von Tirol und deren Erben, die Herzoge von Österreich, die die Trentiner Bischöfe häufig zu Gefangenschaft verurteilten oder außer Landes verwiesen.

1363 ermöglichte eine Reihe von Abkommen, die als „Compattate“ bezeichnet und zwischen den Herzogen von Österreich und dem damaligen Fürstbischof abgeschlossen wurden, das friedliche Überleben des Letzteren, obwohl sie ihn gleichzeitig wesentlich entmachteten. Durch den sogenannten „Libello del 1511“ („Libellus vom Jahre 1511“), ein Abkommen zwischen Kaiser Maximilian I. und Bischof Georg von Neideck, wurde das Fürstbistum verstärkt, so daβ die in der Trentiner Renaissancezeit als Schlüsselpersonen geltenden Persönlichkeiten wie Bernhard Von Cles und Cristoforo Madruzzo das bedeutendste Event der Trienter Geschichte vorbereiten und veranstalten konnten: das Konzil von Trient. 1545 eröffnet und 1563 nach unzähligen Unterbrechungen abgeschlossen, wurde das Konzil zur grundlegenden Etappe in Hinsicht auf die Beziehungen zwischen der Katholischen und der Evangelischen Kirche und diente als politische und kulturelle Wende in Europa. Die Anwendung der Konzilbestimmungen auf das Fürstbistum führte zur Entstehung einer organisierten markant dogmatischen kirchlichen Gemeinschaft, die sich zum Ziel machte, jegliche Spur ketzerischer Bewegungen, Hexerei inbegriffen, zu entwurzeln. Das durch diese grausame überhandnehmende Inquisitionseinstellung erregte Aufsehen war bahnbrechend für die Denktätigkeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert auch in den Herrschaftsbereichen der Fürstbischöfe, die – wie Trient – unter dem Einfluβ vom Haus Habsburg standen.Während Maria Theresia von Österreich und deren Sohn Joseph II. regierten, sah sich das Trentino genauso wie auch andere von den Habsburgern beherrschten Gebieten mit einer ereignisreichen Epoche konfrontiert, die später – und zwar durch die Französische Revolution und die Umstürze der napoleonischen Zeit – zum Verfall der Ancient Régime in Europa führte. Die Herrschaftsbereiche der Fürstbischöfe im Römisch-Germanischen Reich, zu denen ja auch der in Trient zählte, und das Kaisertum selbst überlebten solche Ereignisse nicht. Nach einer kurzen französischen Herrschaft endete das Fürstbistum nämlich im Jahr 1803, als das Trentino durch die österreichischen Truppen besetzt wurde: Die Geistlichen verloren Ihre Privilege und Besitztümer, die „säkularisiert“, d.h. der weltlichen Autorität übertragen wurden. Das Trentino erlebte in den darauf folgenden Jahren verschiedene Herrschaften: die bayerische (unter der der berühmte blutig unterdrückte Aufstand von Andreas Hofer stattfand), die italienische und wieder die österreichische.Durch den Schlussakt des Wiener Kongresses wurde der Anschluss von Tirol und von den ehemaligen Herrschaftsbereichen der Fürstbischöfe Trient und Brixen an die habsburgischen Gebiete am 9. Juni 1815 endgültig bestätigt. 1848 lieβ der in Frankreich entstandene Impuls zur Revolution auch im Trentino Unzufriedenheit gegenüber dem Reichstag in Tirol und der Regierung in Wien laut werden. Die darauffolgende österreichisch-ungarische UNTERDRückung beeinfluβte die politischen Ereignisse im 19. Jahrhundert schwer und verursachte die Entstehung einer patriotischen Bewegung unter den Trentinern, des sogennanten „Irredentismus, dessen Hauptfigur Cesare Battisti war, der zu Tode verurteilt und 1916 von den Österreichern hingerichtet wurde.Nach dem auf Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo verübten Attentat und der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien wurde eine Reihe von Bündnissen aktiviert, wegen der der Konflikt ab sofort europäische Gröβe gewann. Als Italien auch in den Krieg eintrat, bildete sich die sogenannte „Trentiner Frontlinie“ in den Bergen und so begann die Tragödie der betroffenen Leute, mitgerissen und zersplittert in einer Zeitspanne von drei Jahren, die schreckliche Zerstörungen hinterlieβ. Dazu wurden etwa 60.000 Trentiner vom Tirol an die Front geschickt. 1918 war der Krieg wegen des Zusammenbruchs der Mittelmächte zu Ende und die italienischen Truppen durften am 4. November in Trient einmarschieren. Trotz des Anschlusses an Italien wurden die Ansprüche der Trentiner auf eine Autonomie während der fürs Trentino besonders schweren Zeit des Faschismus und des II. Weltkriegs, in der Massendeportation und Flugangriffe viele Opfer forderten, eingeschränkt.Autonomieansprüche wurden zum Ende der Feindseligkeiten erst wieder spürbar, sodass das Sonderstatut der Region Trentino-Südtirol im Januar 1948 genehmigt werden konnte und zwar dank des in Paris zwischen dem italienischen und dem österreichischen Auβenminister Degasperi und Gruber abgeschlossenen Abkommens. Wenige Jahre später, d.h. im Jahr 1972, muβten jedoch zwei getrennte Sonderstatute zur Verwaltung der Provinz Trient und der Provinz Bozen aufgrund starker Spannung zwischen der Trentinischen und der Südtirolerischen ethnischen Gruppen gebilligt werden.

 Österreichische Festungen...

Die Hochebenen Folgaria und Lavarone wurden anfangs des 20. Jahrhunderts vom österreichischen Generalstabchef, Feldmarschall Konrad von Hötzendorf, als mögliche Ausgangspunkte zukünftiger Militäraktionen gegen Italien in Betracht gezogen. Sich der strategischen Wichtigkeit der Kontrolle über dieses Gebirgsgebiet völlig bewuβt, durch das bei keiner Kontrolle mehr der Aufmarsch nach Trento für Italiener leicht gewesen wäre, lieβ er dort zwischen 1907 und 1914 eine Reihe von Festungen errichten, die als Hauptschutzwerke Südtirols und zugleich als Angriffsbasis gegen die Poebene dienen sollten. Alle Festungen wiesen absolute Widerstandsfähigkeit auf, und zwar auch gegen überaus mächtiges Geschoss bis zu einem Kaliber von 240 bzw. 305 mm. Die Wehrlinie bestand aus 4 permanenten Befestigungsanlagen auf der westlichen Seite (Werke Dosso del Sommo, Sommo Alto, Cherle und Belvedere), einer zentralen (Werk Lusern) und zwei auf der östlichen Seite (Werke Verle und Pizzo di Vezzena). Zum Befestigungssystem gehörte auch der Beobachtungsstand auf dem Monte Rust (zwischen Carbonare und Lavarone-Chiesa gelegen, an einem Punkt also, von dem man aus vollen Überblick über die österreichische Festungsfront hatte. Die Festungen waren durch mit Stützpunkten, Maschinengewehrposten, Gebirgs- und Feldartillerie ausgestattete Schützengräben verbunden, die auf guter Logistik basierten, dank der dieser Wehrgürtel zu einer für die italienischen Truppen fast uneinnehmbaren Barriere wurde.

(Bilder aus der Sammlung von Paolo Volpato)

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(Bilder aus der Sammlung von Paolo Volpato)

 
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((Bilder aus der Sammlung von Paolo Volpato)i>

Forte Verle (Forte Busa di Verle, Werk Verle)

Zu Füβen des Vezzenagipfels und zwar zwischen 1907 und 1913 wurde Werk Verle errichtet, das dank Fritz Webers Erzählung in seinem Erinnerungsbuch zur wahrscheinlich bekanntesten Festung geworden ist. Auf 1504 m Höhe gelegen und den Vezzena-Pass überragend, war es Aufgabe dieser Festung, die von Asiago kommende Strasse zusammen mit den nahen Schützengräben vom Basson zu sperren. Ihre Bewaffnung bestand aus vier 10 cm Turmhaubitzen in gepanzerten Drehkuppeln, zwei 8 cm Kanonen in Kasematte („Traditor“) zur Festung Lusern gerichtet, vier 6 cm Kanonen und etwa fünfzehn Maschinengewehren zur Nahverteidigung. Auch Festung Verle, obwohl sie mit ihren vier Turmhaubitzen jeden Schlag zurückschlug, musste zu Beginn der Feindseligekeiten den Angriff von ungefähr 5000 italienischen Treffern mittleren und grossen Kalibers erleiden.

(Bilder aus der Sammlung von Maurizio Pretto)

 
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(Bilder aus der Sammlung Maurizio Pretto)

Forte Pizzo di Vezzena (Spitz di Vezzena, Werk Vezzena, Spitz Verle)<br>

Festung Vezzenagipfel (Werk Vezzena)

Die Befestigungsanlage „Werk Vezzena“ wurde auf der Spitze des gleichnamigen 1908 m Höhe erreichenden Gipfels aus einem Felsblock gehauen. Auch „Auge der Hochebene“ genannt, galt sie sowohl wegen ihrer aus einer kleinen Schnellfeuerkanone und Maschinengewehren bestehenden Bewaffnung als auch wegen ihrer strategisch ausgezeichneten Lage vor allem als Beobachtungs- und Überwachungsstand. Von dieser Festung aus kann man an wolkenlosen Tagen den Adamello-Gletscher und die Brenta-Dolomiten im Nord-Westen, die Lagoraikette mit der im Vordergrund stehenden Panarotta im Norden, die Vette Feltrine und die Berge des Primiero im Osten sehr deutlich erkennen. Im Süden erstrecken sich die Hochebenen Vezzena und Folgaria, die Aussicht auf die vor dem Pasubio gelegenen Voralpen der Provinz Vicenza anbieten.

 

 

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